Schlagwörter

, , , , , , , , , , , ,

timewellspendIn der aktuellen Ausgabe der Computerzeitschrift c’t bin ich auf die interessante Initiative „Time Well Spent“ des Designers Tristan Harris gestoßen. Seine Initiative beschäftigt sich mit „süchtig machenden Apps“. Im ersten Augenblick dachte ich, es wäre eine dieser Initiativen die zwar interssant sind, aber nicht wirklich gebraucht werden. Beim intensiverern Beschäftigen mit dem c’t-Artikel begann mich die Initiative doch mehr zu interessieren.

Tristan Harris spricht in seinen Manifest von einer Aufmerksamkeitsökonomie, in der Firmen mit unserer Zeit Geld verdienen. Fakt ist, dass in den USA 2011 Besitzer von Tabletts und Smartphones täglich 1,5 Stunden mit ihren Geräten verbringen. Heute sind es schon 4 Stunden.

Tristan Harris macht App-Entwicklern den Vorwurf mit Psycho-Tricks die Nutzungsdauer von Apps künstlich zu verlängern, um von der Zeit zu profitieren. 2016 kündigte er seinen alten Job bei Google und gründete die Initiative „Time Well Spent“. Zum Thema hält er Vorträge in der er Smartphones als „Glückspielautomaten“ bezeichnet. „Jedes Mal wenn wir unser Handy entsperren, erhalten wir als Belohnung Nachrichten die uns unsere Wichtigkeit vor Augen führen“ so Harris im Vortrag. Harris kritisiert vor allen Apps die Meldungen „aus dem Nichts“ generieren um Aufmerkamkeit zu erhalten. Er nennt dazu z.B. Menschen auf Facebook zu markieren, oder LinkedIn-Meldungen in denen steht, dass wir uns mit (Un-)Bekannten verknüpfen sollen.

In seinen Vorträgen weist er auf Studienergebnisse hin, die zeigen, das Ablenkungen durch Smartphones zu den größten Stressfaktoren am Arbeitsplatz gehören.

Harris spricht nicht nur zu seinen Thema, sondern gibt handfeste Tipps, wie man die eigene Nutzung von Smartphones verbessern kann. Er schlägt vor, die Smartphone-Anwendungen in 3 Kategorien einzuteilen:

  • „Fässer ohne Boden“ und Glückspielautomaten
  • „Werkzeuge“ die Aufgaben erledigen, aber nicht ablenken
  • „Erstrebenswertes“ => Apps mit denen man gerne mehr Zeit verbringen möchte (E-Books, Musik usw.)

Sein Tipp: „Werkzeuge“ und „Erstrebenswertes“ gehören auf den Homescreen des Smartphones. „Fässer ohne Boden“ sollte man tiefer in der Smartphone-Struktur „verstecken“.

Weiterführende Links